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P2E-Spiele erklärt: die vier Modelle und wer die Gewinner eigentlich bezahlt

Jedes P2E-Spiel beantwortet eine Frage, ob es sie ausspricht oder nicht: Wenn ein Spieler etwas verdient, wessen Geld ist das? Token-Belohnungen, NFT-Verleih, Startgebühren und Einsätze zwischen Spielern beantworten sie sehr unterschiedlich. Wer das Modell erkennt, versteht die Ökonomie eines Spiels in zwei Minuten.

Von Das Solwaris-Team · · 5 Min. Lesezeit

Der Shop von Solwaris mit Charakter-Skins nach Klassen sortiert und einem Banner, das den Bonus jedes ausgerüsteten Gegenstands anzeigt
Aufnahme aus dem Shop von Solwaris: Kosmetik ändert nie Schaden, Reichweite oder eine Regel.

P2E-Spiele (Play-to-Earn-Spiele) sind Spiele, in denen dir das Spielen etwas mit realem Wert einbringen kann: einen Krypto-Token, ein NFT oder einen Anteil an einem Preis. Diese Definition ist einfach. Was Einsteiger meist übersehen: Hinter „verdienen“ stecken sehr unterschiedliche Maschinen. In manchen Spielen ist die Belohnung frisch gedruckt, in anderen kommt sie direkt aus der Tasche eines anderen Spielers. Dieser Ratgeber teilt P2E-Spiele in vier Modelle ein, damit du in ein paar Minuten erkennst, wer bezahlt, wenn jemand gewinnt.

P2E in einem Satz und die Frage, auf die es ankommt

Jede Ökonomie braucht Geld, das hineinfließt, um Geld auszuzahlen. In einem P2E-Spiel ist das ausgezahlte Geld das, was Spieler „verdienen“. Die einzige Frage, die wirklich zählt, lautet also: Woher kommt das Geld, das hineinfließt?

Es gibt vier gängige Antworten:

  1. Neue Käufer eines Tokens, den das Spiel schafft (Token-Ausgabe, „Emissions“).
  2. NFT-Besitzer, die ihre NFTs an Spieler verleihen und einen Anteil nehmen (Verleih und Scholarships).
  3. Spieler, die eine Startgebühr in einen Preispool zahlen (Pay-to-Enter).
  4. Dein Gegner, der denselben Einsatz wie du gebracht hat (Einsätze, bei denen Können entscheidet).

Die vier P2E-Modelle im Überblick

ModellWer bezahlt den Gewinner?Was du zum Einstieg brauchstHauptrisikoBeispiel
Token-AusgabeWer den Token später kauftOft ein NFT oder ein StarterpaketDer Tokenpreis bricht ein, wenn die Käufer ausbleibenSLP von Axie Infinity (2021-2022)
NFT-Verleih und ScholarshipsDer NFT-Besitzer, aus den Token-BelohnungenNichts, aber du gibst einen Teil deiner Erträge abDein Anteil schrumpft mit dem TokenScholarships von Yield Guild Games
Pay-to-EnterSpieler, die eingezahlt und verloren habenDie StartgebührDer Anteil des Betreibers; bezahlte Vorteile für manche SpielerBR1: Infinite, kostenpflichtige Axie-Turniere
Einsätze zwischen SpielernDein direkter GegnerDen EinsatzGegen einen besseren Spieler verlierenOptionale Einsatzserver von Solwaris

Lies die zweite Spalte genau. Im ersten Modell kommen die Belohnungen von Leuten, die gar nicht am Match beteiligt sind. In den letzten beiden liegt das Geld schon auf dem Tisch, bevor jemand spielt.

Modell 1: Token-Ausgabe

Das ist das Modell, das P2E berühmt gemacht hat. Du spielst, das Spiel prägt einen Belohnungs-Token, du verkaufst ihn. Das Spiel kann so viel drucken, wie es will, deshalb wirken die Belohnungen großzügig. Der Haken: Einen Token zu drucken, schafft keine Käufer dafür.

Axie Infinity ist das Lehrbuchbeispiel. Anfang 2022 wurde laut CoinDesk täglich mehr als viermal so viel SLP ausgegeben wie verbrannt, und der Token war rund 93 % unter sein Hoch von 0,39 $ vom Juli 2021 gefallen. Das Team senkte die SLP-Ausgabe im Abenteuermodus und bei täglichen Quests auf null, was die tägliche Menge um 56 % verringerte, und warnte, dass der Ökonomie ohne drastische Maßnahmen der Kollaps drohe. Im Januar 2026 ging Sky Mavis weiter und stellte die SLP-Belohnungen im Ranglistenmodus von Axie Origins ganz ein, mit Verweis auf Bots. Axie Origins zahlt seine Saisonbelohnungen jetzt in bAXS aus, einem nicht übertragbaren, durch AXS gedeckten Token.

Token-Ausgabe ist nicht automatisch Betrug. Manche Spiele veröffentlichen einen festen, sinkenden Ausgabeplan: Splinterlands etwa reserviert 60 % seiner SPS-Menge für Belohnungen und gibt sie über 65 Monate auf einer abnehmenden Kurve aus. Das ist ehrliche Offenlegung. An der Grundtatsache ändert es nichts: Der Wert dessen, was du verdienst, hängt davon ab, dass jemand anderes es kaufen will.

Modell 2: NFT-Verleih und Scholarships

Als die Einstiegs-NFTs teuer wurden, entstand eine zweite Ebene. Besitzer liehen ihre NFTs an Spieler, die sie sich nicht leisten konnten, und beide teilten die Belohnungen. Das nannte man Scholarships.

Der bekannteste Organisator, Yield Guild Games, meldete im Februar 2022 laut Cointelegraph 20.700 Scholars, mit einer Aufteilung der Belohnungen von 70 % für den Spieler, 20 % für den Manager, der ihn angeworben und ausgebildet hatte, und 10 % für die Gilde.

Das Modell hat eine strukturelle Schwäche: Es sitzt auf Modell 1. Der Scholar wird im ausgegebenen Token bezahlt, und wenn dieser Token fällt, fällt der Anteil aller mit. Als SLP abstürzte, verloren Scholarships den größten Teil ihres Reizes.

Modell 3: Pay-to-Enter

Hier druckt niemand etwas. Spieler zahlen eine Startgebühr, die Gebühren bilden einen Preispool, und der Veranstalter nimmt einen Anteil. Es funktioniert wie ein Turnier mit Startgeld.

BR1: Infinite auf Solana ist ein klares Beispiel: Du zahlst 1 $ in USDC fürs Spawnen und bekommst 1 $ pro Eliminierung, und das Studio behält je nachdem, welche seiner NFTs du besitzt, zwischen 10 % und 25 %. Auch Axie selbst veranstaltete 2026 einen Playtest-Wettbewerb, die Trial of Eight, mit 1 AXS Startgebühr.

Dieses Modell ist nachhaltiger, weil das Geld schon existiert, bevor das Match beginnt. Zwei Dinge solltest du prüfen: wie groß der Anteil des Betreibers ist und ob man sich mit einem Kauf einen größeren Anteil oder bessere Chancen verschafft. In BR1 behalten NFT-Besitzer einen größeren Teil ihrer Gewinne. Das ist ein Vorteil beim Anteil, kein spielerischer, aber man sollte es wissen.

Modell 4: Einsätze zwischen Spielern, bei denen Können entscheidet

Das einfachste Modell von allen: Zwei Spieler setzen denselben Betrag, der bessere nimmt den Topf, die Plattform eine Gebühr. Nichts wird geprägt. Das Geld kommt von deinem Gegner, und deins geht an ihn, wenn du verlierst.

Ein Beispiel dafür ist Solwaris, ein rundenbasiertes 1-gegen-1-Taktikspiel im Browser mit 6 Klassen und 48 Zaubern, in dem der einzige Zufall kritische Treffer sind (10 %).

  • Das ganze Spiel ist kostenlos und braucht kein Wallet: Ranglisten, Training gegen die KI, Zuschauen.
  • Daneben gibt es optionale Server mit Einsätzen in USDC auf Solana. Ob solche Wettbewerbe bei dir erlaubt sind, hängt vom Recht deines Landes ab: Prüfe das zuerst.
  • Kosmetik ändert nie Schaden, Reichweite oder irgendeine Regel. Der Wirtschafts-Guide nennt alle Zahlen.
Sprengmeister gegen Schatten: ein Duell in Solwaris

Einsätze haben ihr eigenes Risiko, und es ist das offensichtliche: Über alle Spieler hinweg entsprechen die gewonnenen Einsätze den verlorenen, minus Gebühr. Wer ohne Verlust herauskommen will, muss also mehr als die Hälfte seiner Matches gewinnen. Das Modell belohnt, besser zu sein als die Gegner, nicht bloßes Mitmachen. Wettbewerbe um echtes Geld zwischen Spielern sind zudem in manchen Ländern eingeschränkt.

So erkennst du, welches Modell ein P2E-Spiel nutzt

Viele Spiele mischen Modelle: einen Token und ein Turnier mit Startgeld, Verleih und einen Preispool. Finde heraus, welches Modell den Großteil der Belohnungen bezahlt, und beurteile das Spiel danach.

Das Fazit

P2E ist nicht eine Sache. Token-Ausgabe bezahlt dich mit Geld, das es noch nicht gibt. Verleih teilt dasselbe Geld mit einem Besitzer. Pay-to-Enter und Einsätze zwischen Spielern bezahlen dich mit Geld, das andere Spieler schon auf den Tisch gelegt haben, und deins kannst du genauso leicht verlieren. Keines davon ist ein Gehalt.

Wenn du ein bestimmtes Spiel prüfen willst, bevor du ein Wallet verbindest, nutze unsere Checkliste mit Warnsignalen für Play-to-Earn-Spiele. Was 2026 vom Markt übrig ist, liest du in Play-to-Earn-Spiele 2026.

Dieser Artikel ist keine Finanzberatung. Alles, was du einsetzt, kann verloren gehen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet P2E bei Spielen?

P2E steht für Play to Earn. Gemeint sind Spiele, in denen Spieler durch das Spielen etwas mit realem Wert erhalten können, meist einen Krypto-Token, ein NFT oder einen Anteil an einem Preispool.

Wie bringen P2E-Spiele Spielern Geld ein?

Über eines von vier Modellen: Belohnungen in einem Token, den das Spiel schafft, verliehene NFTs mit geteilten Erträgen, Preispools aus Startgebühren oder Einsätze direkt gegen einen Gegner. Nur die letzten drei werden mit Geld bezahlt, das bereits existiert, und bei allen kannst du Geld verlieren.

Was ist ein P2E-Scholarship?

Bei einem Scholarship verleiht ein NFT-Besitzer Spielgegenstände an einen Spieler, der spielt und die Belohnungen mit dem Besitzer und oft einem Manager teilt. In Axie Infinity war das 2021 und 2022 verbreitet und verschwand mit dem Absturz des Belohnungs-Tokens.

Sind P2E-Spiele kostenlos?

Manche schon. Viele verlangen ein NFT oder einen Token, bevor du etwas verdienen kannst, du zahlst also zuerst. Einige wenige, wie Solwaris, sind komplett kostenlos; Geld spielt dort nur auf optionalen Servern eine Rolle, deren Zulässigkeit du für dein Land selbst prüfen solltest.

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